Gleich ein paar Meter von unserem Stellplatz entfernt, ging ein kurzer Steg in den Schilfgürtel des Breiten Luzins. Stabil gebaut lud er zum Verweilen ein. Für mich genau das Richtige. Ob früh am Morgen oder am Abend, man hatte hier immer einen schönen Blick auf den See. Die Ruhe hier war vollkommen. Man konnte sie in sich aufsaugen, speichern und so lange davon zehren. Fotografie ist eigentlich nichts weiter als Lichtmalerei. Ich zeichne mit Licht ein Bild auf ein Speichermedium. Was heisst eigentlich. Man muss auch das richtige Licht dazu haben. Dazu hat man jeder Zeit die Möglichkeit. Und die Wege waren kurz. Das Licht war nicht immer kunterbunt und wunderbar, oft auch nur eintönig grau mit Wolken durchwachsen. Aber so ist das nun mal mit dem Licht. Ich habe verschiedene Lichtsituationen versucht spannend mit meiner X-H1 festzuhalten. Wenn man sich die Bilder im Nachhinein anschaut, dann ist es schon erstaunlich wie das Licht eine Situation verändern kann. Aber genau das ist ja auch das spannende an der Fotografie. Man hat nicht immer die schönsten Locations, die höchsten Berge die weitesten Täler vor sich man muss nehmen was da ist. Der einzige Faktor der dir dann in die Karten spielt ist das Licht. Oft muss man für das schönste Licht sehr zeitig aufstehen, das ist im Urlaub dann aber nicht immer die beste Option. So nahm ich das Licht was übrig blieb.