Mein Urlaub in der Sächsischen Schweiz näherte sich dem Ende. Wir hatten jeden Tag ein bis zwei Touren, so wurde es auch wirklich zum Aktivurlaub. Nun sollte unsere letzte Tour zum Kuhstall führen. Dazu sattelten wir die Fahrräder, kleideten uns wandergerecht und ich packte die X-H1 mit dem XF 18-55mm sowie zwei Ersatz Akkus ein. Die Temperaturen waren sommerlich war, blauer Himmel und kein Wölkchen trübte unsere Stimmung. Wir machte uns auf in Richtung Lichtenhainer Wasserfall. Dieser Wasserfall ist ja seit dem Starkregen am 17. Juli 2021  außer Betrieb. Die Schäden sind so stark, dass man aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen musste. Nur eine grundlegende Sanierung kann ein weiteres Betreiben ermöglichen, dafür sammelt die Wirtin des Gasthauses am Lichtenhainer Wasserfall Spenden.

Unser weg dorthin führe über die Gleise der Kirnitzschtalbahn. So bekam ich noch einen letzten Schnappschuss von der alten Straßenbahn. In 20 Minuten waren wir am Lichtenhainer Wasserfall, wir schlossen die Räder an und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Kuhstall. Die Wanderung dorthin sollte ca. 30-40 Minuten dauern. Da ich aber oft stehenblieb um das eine oder andere Motiv zu fotografieren, dauerte der Weg etwas länger als eine Stunde. Es ging doch recht steil nach oben. Viele Steine und Wurzeln setzten ein festes Schuhwerk voraus. Bevor wir am Kuhstall ankamen, machten wir Halt an einer vorgelagerten Felsformation. Hier hatte man fantastische Aussichten weit in das Land hinein. Allerding mit Anstellen, es waren doch noch sehr viele Leute unterwegs. Na bei dem Wetter, kein Wunder. Als wir an die Reihe kamen, genossen wir die Aussicht, verharrten für ein paar Minuten und machen uns die letzten paar Meter zum Kuhstall auf den Weg.

Warum heisst aber der Kuhstall so? Der Kuhstall ist das zweitgrößte Felsentor im Elbsandsteingebirge. Es gibt da einige Vermutungen. Eine der wahrscheinlichsten ist während des Dreißigjährigen Krieges entstanden und besagt, die ansässigen Bewohner ihr Vieh vor den schwedischen Soldaten versteckt haben sollen. Der Kuhstall ist ein Felsentor mit einer Höhe von 11 Metern und einer Breite von 17 Metern.

Direkt am Kuhstall kommt man zu einer Aussicht über eine Treppe die in einer schmalen Spalte eingebaut wurde, der sogenannten Himmelsleiter. Leider wollten zu viel Leute die Himmelsleiter hinauf, so dass ich mir diese Aussicht ersparte. Es waren an diesem wundervollen Tag sehr viele Leute unterwegs, so ist das nun mal mit den Hauptattraktionen in der Sächsischen Schweiz. Selbst am Imbiss war die Hölle los, so dass wir uns für den Rückweg entschieden.

Der Urlaub in der Sächsischen Schweiz hat uns viel Spaß gemacht. Der Campingplatz an der Ostrauer Mühle war perfekt. Er diente uns als Ausgangspunkt für viele schöne Tagestouren in die Umgebung der Sächsischen Schweiz. Kommt man dann in den Wohnwagen zurück, ist das so, als käme man nach Hause. Sogesehen war dieser Campingaufenthalt ein voller Erfolg.