Mein Camping Wochenende: Waldcamping Pirna-Copitz

Das Wochenende steht in den Startlöchern und mit ihm auch wieder ein kleiner Campingausflug. Es führt uns dieses Mal nach Pirna auf den Waldcampingplatz Pirna-Copitz am Natur See. Den Platz hatten mir meine Eltern empfohlen und nun will ich ihn ausprobieren. Er liegt etwas abseits von Pirna, direkt am Natur See. Mal schauen was sich dahinter verbirgt. Ich habe wie der einen Komfortstellplatz gebucht, also mit Strom , Wasser und Abwasser. Ein paar Annehmlichkeiten sollte man sich schon gönnen. Heute werden noch die Steaks abgeholt und damit ist das Abendbrotangebot meines Wochenendes gedeckt.
Zwei Neuerungen wird es am Hänger geben, zum einen habe ich mir einen neuen Einstieg gekauft. Mit dem alten war es etwas mühsam in den Wohnwagen ein- und auszusteigen. Der neue ist klappbar, aus Aluminium, hat etwas breitere Stufen und ist höher. Somit habe ich die Sicherheit meiner Campingaufenthalte erhöht. Zum anderen habe ich einen neuen Grill. Darauf freue ich mich ganz besonders diesen endlich in der Praxis zu testen. Heute ist Donnerstag, die Sachen sind soweit gepackt. Morgen geht es gleich nach Feierabend zur Garage, den Wohnwagen rausgeholt, angehängt und dann kann es in Richtung Pirna losgehen.

Gegen 11 Uhr ging es dann endlich los. Erst noch in der Garage vorbeifahren und dann auf die Autobahn in Richtung Dresden. Das Navi zeigte mir den Weg von 120km an. Das war für ein Wochenende Trip doch ok. Um Dresden staute sich der Verkehr. Zähfließend ging es im Schritttempo so gut eine halbe Stunde lang. Als wir die Autobahn wechselten floss der Verkehr wieder so wie er sollte. In gut 1,5 Stunden waren wir ohne große Probleme an der Rezeption zum Waldcamping Pirna-Copitz. Es waren noch ein paar Camper vor uns. Wir hatten den Platz eine Woche vorher telefonisch bestellt. Na kurzem Warten waren wir an der Reihe. Hier lief alles wie am Schnürchen. Eine sehr freundliche Info-Mitarbeiterin fand unseren Namen und wies uns den Platz zu, alles unkompliziert un in weniger als 10 Minuten hatten wir den Schrankenschlüssel und die Papiere. Zusätzlich bekamen wir noch zwei Bustickets die für die Zeit unseres Aufenthalts begrenzt waren. Aber um Pirna konzentrierte sich der Verkehr so das diese Tickets noch eine wichtige Bedeutung bekamen.
Unser Platz hatte die Nummer 16. Er war gute 100qm groß, hatte Wasser, Abwasser und Strom inklusive. Ich parkte den Hänger mit der Deichsel zum Weg, so konnten wir unkomplizierter abreisen. Es regnete leicht. Wir ließen unsere Aufbauarbeiten aber nicht ruhen. Wir hatten schon ein wenig Routine in unsere Abläufe gebracht. Nachdem der Hänger stand, holten wir Unterleghölzchen und Kurbel um den Wagen zu justieren und sicher abzustellen. Die Wasserwaage lag auf der Spüle und war in diesem Fall die wichtigste Orientierungshilfe. Der Boden war schon fast eben, da brauchte man gar nicht viel justieren. Als der Hänger soweit stand, fasst ich noch mal an die Griffe und rüttelte um mich zu vergewissern, dass der Hänger auch einen sicheren Stand hatte. Es war alles OK. Ich lege die Wasserwaage deshalb auf den Spültisch um dem Wasser auch einen guten Ablauf zu gewährleisten, hatte ich mal von einem Campingfreund als Tipp bekommen.
Nun legten wir den Teppich aus. Das ist eine Matte aus Kunststoff, die verhindert, dass man den Dreck in den Wagen trägt. Nun kam die Markise dran. Wir haben eine Sackmarkise die Thule Omnistar 1200. Weder mit Kurbelstange und Elektromotor wird sie ausgefahren, nein, hier kommt die Muskelkraft zum Einsatz. Die Markise ist an drei Punkten mit Klettbändern gesichert. Erst löst man die Äußeren und dann die Mitte, gleichzeitig umfasst man die Welle und lässt sie ab. Ein Kinderspiel. Vielleicht dauert es auch länger darüber zu lesen als wie der Vorgang sich in Natura abspielt. Ist der Behang unten kommen zwei hilfreiche Hände, die die Welle hochheben. Dann klappe ich die Stützen nach unten aus und ziehe die Stützen zum Wohnwagen heraus, die ich dann auch zuerst fest mache. Auf der anderen Seite das gleiche Spiel. Dann wir die Stützen vorne ausgezogen aund eingerichtet. Die Markise wird auf der einen Seite etwas tiefer gestellt, um bei starkem Regen zu verhindern, dass sich in der Mitte ein Wassersack bildet, sieht nicht unbedingt schön aus, nutzt aber.
Dann kommen die Sturmbänder dran. Diese werden in etwas größeren Heringen nach vorne angebracht um zu verhindern, dass sich die Markise bei starkem Wind selbstständig macht. Die Sturmbänder haben oben und unten Federn, die eine gewisse Dynamik in den Abspannvorgang bringen sollen. Das macht auch Sinn, weil die straff gezogenen Sturmbänder so auch Straff bleiben. Der Boden hier bestand in 5 cm tiefe aus einem stark verdichteten Schotterfeld. Mit normalen Knowhow war hier also kein Preis zu gewinnen. Die großen Heringe bekam ich gerade mal 3cm in den Boden, dann war Schluss. Kleine Heringe aus Titan zerbrachen, runde Heringe machten ebenfalls Schlapp. Ein Akkuschrauber mit einem Bohrer hätte mir hier gute Dienste geleistet. Hatte ich keinen, werde ich mir aber in die Ausrüstung mit einpflegen. Mit einem Schraubendreher schlug ich so ein Loch in den Boden in das ich dann den Hering trieb. Ein anstrengendes Stück Arbeit für nur zwei Heringe, das kann ich euch sagen. Aber auch das war irgendwann mal fertig. Es verlängerte jedoch die Aufbauzeit um fast 30 Minuten.
Der Rest war schnell erledigt. Als meine Frau die Sachen auspackte , den Kühlschrank füllte schloss ich Wasser, Strom und Abwasser an. Dann noch die Stühle und den Tisch aufgebaut, den Grill zusammengebastelt, Wäschespinne sicher aufgestellt, so blieb noch das TV Gerät zum Laufen zu bringen. Ich stellte die Sat Anlage auf, suchte den Satelliten und schaute auf das TV Gerät. Es dauerte auch fast 10 Minuten bis ich Bild und Ton hatte. Damit war der Aufbau abgeschlossen und es gab erst mal einen großen starken Kaffee.
Danach war es Zeit den Platz zu erkunden. Es gab zwei Sanitärhäuser. Der Weg zu beiden war für uns der gleiche. Die Duschen und WCs waren alle in einem sehr sauberen Zustand. Warmes Wasser ist hier inklusive. Das war gut so. Wie auch auf dem Buntspecht Campingplatz, ohne lästigen Nachwerfen von 50 Cent Stücken hatte man hier die freie Wasserwahl. Die Duschen hatten alle eine kleine Kabine zum Umkleiden: Mittag sind die Anlagen gesperrt, wegen Reinigungsarbeiten. Früh passiert das schon vor dem Aufstehen. So bleiben die Akteure immer im Hintergrund. Auf dem gesamten Platz lag kein Müll herum, der Campingplatz ist sehr sauber. Der Müllbereich befindet sich an der Info, ist abgetrennt, jedoch immer offen. Auch hier läuft nichts über und es ist sehr sauber. Auf dem gesamten Platz gibt es auch eine stattliche Anzahl von Bäumen, so dass es auch eine Menge Schattenplätze gibt. Ganz in der Nähe befindet sich der Natur See. Das ist ein kleiner (wirklich kleiner) See mit Uferbewuchs und einem Badebereich mit hellem Sand. Als wir ankamen waren nur ein paar wenige am Strand. Am nächsten Tag bei hochsommerlichen Wetter stapelten sich die Besucher.
Hat man was vergessen, so wie wir (die Eier), findet man im nahegelegenen Netto Nachschub. Auch eine Tankstelle ist in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. Nach unserem Rundgang machten wir es und gemütlich. Ich zündete den Grill, backte das mitgebrachte Ciabatta Brot fertig und dann kamen die Steaks an die Reihe. Der Abend klang mit Rotwein und kühlen 18 Grad so langsam aus. Der nächste Tag bekommt einen eigenen Beitrag.
Schlussendlich bleibt noch die Rechnung. Für zwei Tage, von Freitag bis Sonntag kostete uns der Platz 78,60 Euro, drin enthalten sind 2 Erwachsene, die Gästetaxe, der Komfortstellplatz sowie eine Gebühr in Höhe von 2 Euro als Umweltpauschale.


Fazit: Der Waldcampingplatz Pirna-Copitz ist auf alle Fälle eine Empfehlung. Er ist sehr sauber und ordentlich geplant. Die Sanitäranlagen sind in einem sehr sauberen Zustand. Die Mitarbeiter des Platzes sind durch weg sehr freundlich und hilfsbereit. Ich würde diesen Platz auf jeden Fall empfehlen und komme selbst sicher auch bald mal wieder vorbei.

About fotopixxer

Mein Name ist Olaf Sandow, ich bin Hobbyfotograf sowie der Autor dieses Blogs. Geboren bin ich 1964.Aufgewachsen in Cottbus lebe ich heute im Vorspreewald. Zur Arbeit fahre ich aber weiterhin jeden Tag nach Cottbus. Ich muss von der Fotografie nicht leben, für mich steht der Spaß im Vordergrund. Wenn Sie eines meiner Fotos verwenden möchten, senden Sie mir bitte eine E-Mail.

2 thoughts on “Mein Camping Wochenende: Waldcamping Pirna-Copitz

  1. Wenn dir der Platz gefallen hat, dann merk ihn dir, ist ein guter Ausgangspunkt für jegliche Touren durch die Sächsische Schweiz und auch Dresden. Aber in der Gegend gibt es noch mehr, Schlösser zum Beispiel, Pillnitz, Großsedlitz, Weesenstein usw. Festung Königstein auch interessant. Eigentlich könntest du den Camper da stehen lassen und mit dem Auto am WE hinfahren 🙂 Auf jedenfall eine Ecke mit viel Ausflugspotenzial.
    VG Jens

    1. Ja den merke ich mir ganz bestimmt, ist vor allem gut anzufahren. Und wenn die Autobahnen um Dresden dann mal fertig werden sollten ist man hier noch schneller. Deine Tipps habe ich mir alle notiert. Wir sind in zwei Wochen wieder in der Nähe in Bad Schandau, da haben wir mehr Zeit und die werde ich dann wohl auch brauchen. Danke für deine Tipps.

      Gruß Olaf

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