Reisefotos Malaysia

Batu Caves – Heilige Höhlen

Die Batu Caves (zusammengesetzt aus malaiisch batu ‚Stein‘ und englisch caves ‚Höhlen‘) sind Kalksteinhöhlen, welche sich nördlich von Kuala Lumpur befinden. Die Batu Caves beherbergen mehrere Hindu-Tempel. Diese findet man am Fuße der Batu Caves und im oberen Bereich, nachdem man die 272 Treppenstufen erklommen hat. Die Höhle, die einen oben erwartet ist den Aufstieg wert. Steht man dann im Mittelpunkt der Höhle und blickt nach oben ist Gänsehaut vorprogrammiert.

2011 war ich das letzte mal an den Batu Caves, also war es wieder ein dringlicher Wunsch von mir, diese bei Gelegenheit noch einmal zu besuchen. Na das es so schnell ging konnte ich ja nicht ahnen. Meine Schwester, welche unser Tour Guide war erklärte sich bereit uns dort hin zu chauffieren. Mit hoch gehen wollte sie nicht, führt sie doch die Woche so einige Touristen zu dieser Location. Und sind wir doch mal ehrlich 272 Treppenstufen sind schon bei 20 Grad Celsius kein großes Vergnügen, bei 35 Grad und 98 % Luftfeuchte werden sie zur Herausforderung. Dann waren da noch die Affen. Hielt man nicht alles am Man, konnte das eine oder andere schon mal schnell den „Besitzer“ wechseln. Also keine Risiken eingehen.

Wir haben den unteren Tempel ausgiebig zu dritt erkundet. Da war alles mit bei, Faxen, Tanzen und Asche auf die Stirn. Meine Kamera sah kurzzeitig aus wie ein mittelalterliches Werkzeug. Ich war kurz davor in Herzrasen zu verfallen, aber die heiligen Aschespuren ließen sich mit etwas Wasser entfernen. Ich Gesicht sah ich aus wie ein Schornsteinfeger. Der Schweiß hatte die Asche schnell auf andere Gesichtspartitionen transportiert. Gott sei Dank davon gibt es kein Foto.

Schwesterchen meinte, wenn wir den unteren Tempel gesehen haben, kann man sich den oberen sparen. Dort ist alles ähnlich. Ich wollte auch gar nicht mehr in den Tempel, irgendwie hatte ich höllischen Respekt vor Asche bekommen. Denn ist man die Batu Caves erst mal hoch und hat Stufe 272 erklommen, dann bekommt man so etwas ähnliches wie Schnappatmung. Nun verstehe ich auch warum die Schwester nicht unbedingt nach oben wollte.

Ist man in der ersten Höhle, nimmt einen erst mal die Größe und Ausmaße der Höhle in Beschlag. Das ist schon beeindruckend. Wir kannten diese Örtlichkeit ja schon aus den vergangenen Besuchen und ich glaube es hat sich nicht viel verändert. Doch eines ist mir aufgefallen, die Treppenstufen nach oben sind jetzt farbig gestrichen, damals waren sie blau. Das passt jetzt viel besser in das Gesamtbild. Obwohl ich finde die Höhle mit den Tempeln ist schon reichlich kitschig ausstaffiert. Überall knallbunte Figuren und Lichter, komme mir fast vor wie in Polen dort gilt auch der Hang zum Kitsch was religiöse Belange betrifft.

In der zweiten Höhle angekommen, raubte es mir den Atem, wie beim ersten mal. Schaut man nach oben, denkt man man ist auf dem Boden eines Vulkans. Fotografieren wird schwierig, da man in gleißendes Licht fokussiert. Eine HDR Bracketing-Reihe hätte mir das Foto gerettet, aber ich hatte das Stativ unten im Auto. Ich fragte meine Frau, ob sie es mir holen würde, aber sie tippte nur mit dem Finger an ihre Stirn.

Ich genoss noch einige Zeit dort oben, machte ein paar Fotos und konnte ein wenig die Menschen beobachten. So war mein Wunsch erfüllt worden und es konnte weiter gehen. Nun galt es noch die 272 Stufen nach unten zu klimmen um die Batu Caves zu verlassen.