Die Camping Saison liegt hinter mir, der Hänger ist eingemottet aber die Kamera wartet auf neue Taten. Heute bekam sie Futter. Seit langem versuche ich ein paar Schüsse mit dem 300er für meine Seiten zu bekommen. Ist mir irgendwie bis jetzt noch nicht geglückt. Die Tasche mit dem Monster lag im Kofferraum. Aber die Fujifilm X-H1 bekam heute das M42 Pentacon 29 mm f2.8 MC draufgesetzt, eine Altglasscherbe aus DDR-Zeiten. Ich stellte dieses Objektiv heute kurz in meinen Seiten vor.

Heute , ein wundervoller Herbsttag, war eine gute Voraussetzung für ein paar Fotos mit dem Teil. Wie immer wenn ich mich für ein paar Naturfotos entscheide suche ich eine dementsprechende Location. Diese war schnell gefunden. Es ging in den Butzener Bargen, eine Moorlandschaft in der Lieberoser Heide. Hier findet man einen Bergsee, ein Moor und eine Menge Wald. Alles gute Bedingungen für ein paar Testfotos. Aber aus der Testreihe wurde dann schon eine kleine Fotostory. Die Laubbäume hatten ihr buntes Kleid angelegt. Der Himmel blau, es wehte kein Lüftchen. Eine Wandergruppe war am See unterwegs. Sie stürmten im Marschschritt an uns vorbei. Eine Frau meinte: „Sie haben es gut und können sich Zeit lassen für das fotografieren….“ Und schon war sie wieder weg. Zeit lassen für das Fotografieren, genau die richtige Einstellung für solch einen Altglas Test. Um nicht der Versuchung des Zooms zu erliegen, hatte ich nur die Festbrennweite mit dabei. So musste ich ein paar schöne Fotos konstruieren. Passte der Bildausschnitt nicht ging ich ein paar Meter vor oder auch ein paar Meter zurück, einfach probieren. Hat man die Wasserwaage und den Monitor im Blick, kann man sich im Nachhinein das Schneiden am Foto ersparen. Der letzte Sturm hat auch hier in diesem Wald einige Schäden hinterlassen, am Übergang zum Moor mussten wir sogar auf die Knien herab um unter einem umgestürzten Baum hindurchzukommen.

Es hat einen riesen Spaß gemacht mit der Linse zu arbeiten. Mit Hilfe des Focus Peaking konnte ich recht präzise scharfstellen. Durch das Arbeiten mit einer manuellen Festbrennweite schießt man auch weniger Fotos als sonst. Man überlegt doch ob man abdrücken soll oder nicht. Egal ob man riesige Speicherkarten in der Kamera hat oder nicht, schließlich muss man die Bilder noch bearbeiten und da ich mit RAW arbeite, spart mir das doch einige Zeit. Das M42 Pentacon 29 mm f2.8 MC ist ein recht präzises Objektiv, die Bilder sind durchweg scharf und über das Bokeh war ich positiv überrascht. Dieses Objektiv wird fest mit einem FX Adapter ausgestattet und wandert als ständiger Begleiter in meinen Fotorucksack.