Camping ist meine Antwort auf Corona. Die letzten 10 Jahre zog es mich in die Ferne. Flieger und gute Hotels waren mein Ziel. Als die Pandemie zuschlug, war es vorbei, mit der Rumreiserei. Irgendwie wollte ich das nicht akzeptieren. Im Oktober 2020 beschlossen wir uns einen kleinen Wohnwagen zu kaufen, den unser Suzuki ziehen konnte. Die Auswahl war hier eher bescheiden, den die meisten Leute brauchen wahre Luxuswagen um sich wohlzufühlen. Das war nicht mein Anspruch. Meine Wahl fiel auf den Hobby 390 SF. Der ist für zwei Personen groß genug und hat alles zu bieten was man so auf einer Campingtour braucht.Der Wagen muste aber erst einmal bestellt werden.

Im April 2021 war es dann soweit. Ich konnte den Hobby in Stralsund abholen.

So konnte ich gleich die ersten 400km mit dem Wohnwagen zurücklegen um ein wenig „Fahrgefühl“ zu bekommen. In der langen Zeit des Wartens hatten wir uns Einrichtungen und Zubehör bestellt. Dieses blockierte nun unseren Keller. Als der Wagen auf dem Hof stand konnten wir mit der Einrichtung beginnen. Man fängt hier ganz von vorne an. Campingmöbel, Geschirr, Bettzeug, Gasflaschen, Grill etc., etc. Da läpperte sich noch einmal eine vierstellige Summe zusammen. Nicht zu vergessen abnehmbare Hänger Kupplung, Zulassung und Versicherung des Hängers. Gut, dass ich auf dem Grundstück erst einmal eine Abstellmöglichkeit hatte. Für den Winter musste aber noch ein Dach über den Kopf her. Aber auch das bekommt man nicht umsonst.

Nachdem die Markise angebaut war, die Betten bezogen, das Geschirr eingeräumt war und alles Probeaufgebaut war, war die Welt in Ordnung. Nun konnte ich mir auch vorstellen, mit dem kleinen Mobilheim in das Abenteuer Camping zu starten.

Die Fotos sind leider nur Handyqualität. Die Kamera lag im Rucksack und der stand in meinem Fotozimmer, wie so oft in der letzten Zeit.

Mit etwas Geduld hat es dann auch mit dem Dach über den Kopf geklappt.

So waren alle Bedingungen erfüllt und es könnte nun endlich einmal losgehen mit dem Abenteuer. Es muss ja nicht gleich Norwegen sein, nein. Ich werde erst einmal kleine Touren fahren um in das Metier Camping reinzuriechen, schließlich war ich die letzten 15 Jahre genau das Gegenteil.