400 Kilometer Filmstreifen!

Schon seit vielen Jahren bin ich ein Fan der Serie: “Die Kinder von Golzow.” Irgendwie erinnert mich diese Serie an meine eigene Kindheit. Viele Dinge sind so passiert das man sie nachverfolgen kann. Meisterhaft in Szene gesetzt erzählt das Film-Epos die Geschichte der Kinder von Golzow. Angefangen hatte man mit den ersten Aufnahmen im Jahr 1961. Die letzten wurden am 13. Oktober 2005 gedreht. Es gibt insgesamt 18 Einzelportraits mit einer Gesamtspieldauer von ca.42 Stunden. Dazu gibt es noch kilometerlanges ungeschnittenes Filmmaterial. Barbara und Winfried Junge sind die geistigen Urheber dieser fesselnden Langzeitdokumentation. Leider laufen die Streifen immer zu später Stunde im TV. Vor 4 Jahren hatte ich mir das Gesamtpaket an DVDs gekauft inklusive einem Autogramm der beiden Regisseure.

Die einzelnen Filme haben eine recht lange Spieldauer, es gibt aber auch Kurzepisoden. Wer in der DDR groß geworden ist, eingeschult wurde und einen Beruf erlernt hat, der wird diese Episoden lieben. Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen zu dieser Zeit und genau das ist das spannende. Man lernt die Akteure im Kindergarten-Alter kennen, begleitet sie durch die Schulzeit bis hin zur Berufswahl. Dann verlaufen sich die Fäden und das Projekt pausierte. Nach der Wende ging es aber weiter. Nicht jedes “Kind” war glücklich über die Weiterführung des Projekts, aber irgendwie gelang es den Machern den Faden weiter zu spinnen. Diese längste Dokumentation der Welt hat viele nationale und internationale Preise gewonnen.

An diesem Samstag hatte ich beim Frühstück die zweite DVD aus der Serie eingelegt. Der Film dauerte 100 Minuten. Da ich meiner Faulheit freien Lauf lassen wollte, entschied ich das auf ein anderes Mal zu verschieben. Wir waren in Beeskow auf dem Campingplatz. Bis nach Golzow waren das nur 65 Kilometer. Für mich ein Grund den Ursprung des Epos zu besuchen. Es gibt im Zentrum des Ortes Golzow ein Dokumentations-Zentrum, welches als Filmmuseum eine feste Ausstellung zu den “Kindern von Golzow” zeigt. Hier sieht man Filmutensilien und Deko, sowie Arbeitsplätze der Film-Crew und viele Tafeln mit Infos und Fotos der Kinder von Golzow. Der Eintritt in das Filmmuseum kostet 4,50 Euro. Die Karten sind mit einem Negativ aus dem originalem Schnittmaterial versehen. Ich finde das ist eine geniale Idee.

About fotopixxer

Mein Name ist Olaf Sandow, ich bin Hobbyfotograf sowie der Autor dieses Blogs. Geboren bin ich 1964.Aufgewachsen in Cottbus lebe ich heute im Vorspreewald. Zur Arbeit fahre ich aber weiterhin jeden Tag nach Cottbus. Ich muss von der Fotografie nicht leben, für mich steht der Spaß im Vordergrund. Wenn Sie eines meiner Fotos verwenden möchten, senden Sie mir bitte eine E-Mail.

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